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2015

 


Leibniz aktuell - Das Archiv

Lernen im Stadion – Ein Besuch beim BVB

Am Freitag den 13. November 2015 wurde die Klasse 9.B vom BVB-Lernzentrum eingeladen, an einem kostenfreien Lernmodul zum Thema Rassismus und Rechtextremismus mit anschließender Stadionführung teilzunehmen. 

 

Nach einer kurzen und reibungslosen Anfahrt mit der Bahn von Duisburg nach Dortmund wurde die Klasse pünktlich um 9.00 Uhr am Eingang des Borruseums, dem eigenen BVB-Museum, an der Nordtribüne von den Referenten Florian und Daniel in Empfang genommen und zu dem Seminarraum geführt. Der Seminarraum liegt direkt im Stadion unter der Südtribüne, dem Herzstück des Westfalenstadions, wie es ein Großteil der Fans selber immer noch liebevoll nennt. Denn das Stadion wurde Anfang Dezember 2005 in Signal Iduna Park umbenannt. 

 

Nach den ersten Eindrücken und einem Herzlichen Willkommen der beiden Referenten ging der Workshop gleich los und den Teilnehmern wurde spielerisch der Unterschied zwischen einem Klischee und einem Vorurteil vermittelt.

Die Gruppe wurde in fünf Teams eingeteilt. Ein Teammitglied jeder Gruppe musste nacheinander mehrere vorgeschlagene Begriffe seinem Team aufzeichnen und die anderen mussten den Begriff wie z.B. Krankenschwester erraten. Nach Spielende wurden die Bilder gesammelt und ausgehangen. Viele Bilder der Begriffe waren identisch. Das veranschaulichte den Teilnehmern, dass zur Vereinfachung der Kommunikation alle Menschen bestimmte Bilder zu bestimmten Begriffen im Kopf haben, die Klischees genannt werden. Denn die gezeichnete Krankenschwester hatten bei allen Bildern ein Häubchen auf und eine Spritze in der Hand. Heute trägt aber keine Krankenschwester ein Häubchen. Obwohl den Teilnehmern diese Tatsache bewusst war, wurde der Begriff bildlich so dargestellt. „Menschen denken in Klischees. Das ist nicht schlimm, sondern dient der Kommunikation. Wenn jemand von einer Krankenschwester redet, weiß auch jeder was mit dem Beruf gemeint ist. Die Bilder im Kopf helfen einfach, dass zu verdeutlichen“, erklärte Daniel.

Aufbauend auf die Bilder wurde der Begriff eines Vorurteils in der Gruppe geklärt. Die Gruppe sammelte Vorurteile, wie „Alle Deutschen sind Nazis!“ oder „Alle Muslime sind Terroristen!“. Aber wie kann man diesen Vorurteilen entgegentreten und beiseite räumen. Die Antwort gab der Referent Florian mit einer Frage. Er fragte, wer von den Teilnehmern ein Deutscher sei und gleichzeitig fragte er jeden Teilnehmer mit deutschem Hintergrund, ob man ein Nazi sei. Jeder Befragte antwortete mit einem klaren NEIN! Danach fragte er die Teilnehmer, wer denn ein Moslem sei und ein Terrorist wäre. Jeder Teilnehmer mit muslimischen Hintergrund beantwortete die Frage mit einem klaren NEIN! So einfach kann man Vorurteile überprüfen und ausräumen. Vorurteile verallgemeinern und stimmen nie. Ein Teilnehmer merkte an: „ Es ist doch egal was man glaubt oder wo man herkommt. Schlechter Mensch, bleibt schlechter Mensch!“

Nachdem die Begriffe Klischee und Vorurteil den Teilnehmern bewusst gemacht wurde, ging Daniel auf die Problematik des Rechtsextremismus und deren Organisationsformen in Deutschland und Dortmund ein. Er zeigte anhand von Beispielen wie Nazis Aufkleber, Sprüche und Zeichen von der linken Szene klauen und ihren eigenen Gedanken anpassen, Codes verwenden und diese reflektiert werden können, sowie die rechte Szene in Dortmund politisch agiert. Eine Teilnehmerin fragte: „Wie kann es denn sein, dass Nazis Motive der linken Szene klauen und kopieren? Die würden doch immer behaupten für Recht und Ordnung einzutreten?“

 

Nach einer Pause und Beendigung der Workshop-Phase lud Florian zur Stadionführung ein. Die erste Station war die Südtribüne, die mit fast 25.000 Stehplätzen die größte Stehplatztribüne Europas ist. Von oben hatten die Teilnehmer eine schöne Aussicht in das gesamte Stadion. Nur der Rasen war teilweise von rumschiffähnlichen Gebilden verdeckt. Wie sich rausstellte, wird der Rasen von zehn Platzwarten täglich gemäht, gedüngt und künstlich besonnt, was die „Raumschiffe“ erklärt. 

Danach ging es in die Katakomben des Stadions durch den Spielereingang, der für Gast- und Heimspieler aufgeteilt ist. Die Teilnehmer durften sich aussuchen, welchen Eingang sie wählen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Interviewbereich, wo die Spieler direkt nach einem Spiel interviewt werden, ging es in die Mannschaftskabine des BVBs. Die Teilnehmer waren offensichtlich überrascht, dass die Kabine spartanisch eingerichtet ist, wie eine Kabine in der Kreisklasse. Simple Bänke und einfache, offene Spinte sowie einen einfachen und dezenten Holztisch in der Mitte. Florian erklärte, dass der ehemalige Trainer Jürgen Klopp die Meinung vertritt, dass die Kabine nur ein Ort zum Umziehen ist und die ganze Konzentration der Spieler sich auf das bevorstehende Spiel richten soll. Das eingesparte Budget für die Ausstattung der Kabine, wollte Klopp lieber in das Trainingszentrum investiert sehen. Der amtierende Trainer Tuchel hat diese Philosophie übernommen und lediglich den Tisch gegen einen funktionaleren, aber ebenso bescheidenen Tisch, ausgetauscht. 

Wie die Spieler ging es weiter von der Kabine durch den Einlauftunnel mit Einlaufmusik in das Stadion auf die Mannschaftsbänke. Die Mannschaftsbänke bestehen eigentlich aus einzelnen Sitzen. Die ultrabequem sind und u.a. über eine Sitzheizung verfügen. Nach der letzten Station und gefühlten Tausend Fotos fand die Stadiontour den Ausklang im Borusseum.

 

Im Borusseum konnten die Teilnehmer selbstständig die Exponate über die Geschichte, große Erfolge, Spieler, Mannschaften und der BVB-Fankultur anschauen. Neben medialen Beiträgen wie aufgenommene Choreographien der Ultras auf der Südtribüne konnten auch Interviews von Spielerlegenden angeschaut werden. Einen großen Anklang fand auch die Karaokekabine in der musikalisch unterlegte Fangesänge mitgesungen werden konnten. Das führte wohl zur Neugründung einiger Girlpower-Bands, die sich nach großem Erfolg nur wenige Minuten wieder auflösten.

 

Nach einem schönen und erlebnisreichen Tag beim BVB ging es gut gelaunt zurück nach Duisburg und ins Wochenende. 

 


Tag der offenen Tür

Unser Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg. Hier einige Impressionen!

 


Musical: Das geheime Leben der Piraten

Am 1. und 3. Dezember empfing die Musical-AG der Leibniz-Gesamtschule Grundschüler, Eltern und Freunde, um sie an Bord des Piratenschiffes „Esmeralda“ auf eine spannende Reise über die sieben Weltmeere mitzunehmen. Auf dem Weg lagen viele Gefahren, Abenteuer und großartige Musik, und am Ende ein wertvoller Schatz! Sehen sie hier selbst einige Eindrücke aus dem Musical „Das geheime Leben der Piraten“.

 


SZ für Kinder: Was Kinder heute noch über die DDR wissen.

25 Jahre nach der Wiedervereinigung wollte die Redaktion der Süddeutschen Zeitung für Kinder  wissen, was Schülerinnen und Schüler von heute noch über die DDR wissen. Auch einiger unserer Schülerinnen und Schüler schickten ihre Antworten ein. Zwei Zitate schafften es in die Printausgabe vom 2. Oktober, die auch online vorliegt. Folgen Sie dem Link!



Ritmo de Leibniz

Das Unterrichtsfach Spanisch zählt an der Leibniz-Gesamtschule zu einem der beliebtesten Fächer in der Sekundarstufe II. Thematischer Schwerpunkt in der Q1 ist unter anderem Lateinamerika. Die Länder Lateinamerikas sind sehr facettenreich, was sich sowohl in kulturellem Reichtum, als auch in Problematiken wie beispielsweise Kinderarmut oder Diskriminierung der indigenen Bevölkerung ausdrückt. Auch wenn sich die Lehrkräfte bemühen, gleichermaßen positive Aspekte darzustellen, bleiben oft die mit negativen Emotionen verbundenen Problematiken im Gedächtnis.

Doch die Lateinamerikaner sind trotz vieler Probleme sehr fröhliche und positive Menschen, was sich unter anderem in der Musik und im Tanz ausdrückt. Darum wollten wir unsere Schüler mit einer positiven Erinnerung in die Ferien entlassen und nutzten die letzte Doppelstunde für einen Salsa- und Merengue Workshop. Hier einige Eindrücke aus diesem Jahr. 



KomMent

Kompentezentwicklung durch Mentoring stand an den beiden Tagen, 03.09. und 04.09.2015, auf dem Stundenplan des 9. Jahrgangs. Studentinnen und Studenten der Stiftung Eğitim arbeiteten mit den Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen. Da sie sich in der intensiven Phase der Berufsfindung befinden, ist dieses erste Motivationstraining von besonderer Bedeutung. 



Instrumentenschnuppern der neuen 5er

Am Dienstag, 18.08.2015, fand wieder einen ganzen Vormittag lang  das traditionelle Instrumentenschnuppern in unserer Schule statt, um die neuen Schüler für Instrumente zu begeistern, die sie dann für einen geringen Beitrag in der Schule erlernen können. Die Musikfachschaft hatte die Räume so vorbereitet, dass die Schüler die Instrumente auch selbst ausprobieren konnten. Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen. Bei Bedarf können Instrumente auch von  unserer Schule ausgeliehen werden.


Debate it!-Finale  2015: Viele glückliche Gewinner

[DÜSSELDORF] Am 11. Juni 2015 fand das Debate it!-Finale zwischen 16 Schülern der Elly-Heuss-Knapp Realschule aus Köln und unseren SchülerInnen der Klasse 9A statt. In dreizehn Doppelstunden haben sich unsere SchülerInnen zusammen mit den beiden Anwälten Frau Sadowski und Herrn Schönknecht der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Hogan Lovells und Teach First-Fellow Carsten Mielke das Handwerk des Debattierens angeeignet und sich intensiv auf das Finale vorbereitet. Eine spannende und facettenreiche Debatte über das Thema Soll die Mit-nahme weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern erlaubt werden? ergab keinen klaren Gewinner.

 

10:20 Uhr: Und los geht´s!

Nach zwei Stunden Physik in der zweiten und dritten Stunde am Donnerstag den 11. Juni 2015 trifft sich die Klasse 9A mit der Klassenlehrerin Frau Christiansen und Fellow Carsten Mielke vor dem Sekretariat B. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und einem schnellen Toilettengang setzt sich die gut gelaunte und sehr schick angezogene Gruppe zu Fuß in Richtung Hamborner Rathaus in Bewegung. Eine Schulklasse en vogue zog bei diesem Spaziergang das Interesse der Passanten auf sich. Am Rathaus angekommen ging die Reise mit der Tram 903 zum Hauptbahn-hof, wo schnell das Schienenfahrzeug gewechselt wurde. In Düsseldorf ging es dann mit der U79 weiter bis zum Kennedydamm und nach einem kurzen Fußweg war der Ausstragungsort des Finales, der Düsseldorfer Sky Tower, erreicht. 


12:15 Uhr: Eintreffen der Schülerinnen und Schüler

Im Sky Tower angekommen ging es in zwei Gruppen mit dem Hochgeschwindigkeitsaufzug di-rekt in den 21. Stock des Towers, wo die Klasse herzlich von Frau Sadowski in Empfang ge-nommen wurde. Nachdem sich die Klasse im eigens zum Finale zur Verfügung gestellten Konfe-renzraum niedergelassen hat, gab es einen Rundgang durch die Räumlichkeiten des SkyOffice. Im Boardroom, der Austragungsraum des Finales, konnten die Schüler die Aussicht bei Sonnen-schein über Düsseldorf und den Rhein bei Snacks und Erfrischungen genießen sowie mit den Schülern der anderen Gruppe auf Tuchfühlung gehen. 


 

13:15 Uhr: Offizielle Begrüßung der FinalteilnehmerInnen

Der offizielle Teil der Veranstaltung beginnt. Die TeilnehmerInnen und Begleitpersonen wurden von Erhard Keller, dem Düsseldorfer Standortsprecher von Hogan Lovells, willkommen geheißen. Anschließend übernahm das Wort die Moderatorin Franziska Wilde. Frau Wilde studiert BWL in Göttingen und hat als Schülerin an Wettbewerben der Initiative Jugend debattiert teilge-nommen und eignete sich hervorragend um durch den Tag zu führen und die Debatte zu moderieren. Auch die drei Jurymitglieder nutzen die Gelegenheit um sich selbst vorzustellen. Frau Reimann ist Rechtsanwältin und Partnerin bei Hogan Lovells sowie Schirmherrin des Debate it!-Projekts. Herr Schroers ist Immobilienberater des weltweit tätigen Immobilien-Dienstleistungsunternehmens Savills mit Börsennotierung in London. Und das dritte Mitglied ist Herr Dr. Habeck, der ehemaliger Schulleiter sowie ehemaliger Mitarbeiter in verschiedenen Bildungsministerin und heute in der Lehrerbildung an der Universität Dortmund tätig ist. 


13:40 Uhr Auslosung der Pro- und Kontraseite

Nach der Vorstellungsrunde ging es direkt in die heiße Phase des Wettbewerbs. Es wurde ausgelost, welche Gruppe die Pro- oder Contraseite vertritt. Beide SchülerInnengruppen haben sich auf jede Eventualität sehr gut vorbereitet, aber trotzdem gab es Tendenzen welche Argumentationsli-nie persönlich bevorzugt wurde. Die Auslosung hat ergeben, dass unsere SchülerInnen die Contraseite vertritt und somit argumentieren muss, warum die Mitnahme von weggeworfenen Lebensmitteln aus Abfallcontainern nicht erlaubt werden soll. Direkt im Anschluss hatten beide Gruppen Zeit sich 20 Minuten auf die Eröffnungsrede und die Freie Aussprache im eigenen Konferenzraum vorzubereiten. Während der Vorbereitungszeit traf unser Schulleiter Herr Hußmann ein um unsere Schüler zu begrüßen und zu motivieren.


14:00 Uhr Eintreffen der Zuschauer

Jetzt wurde auch die Öffentlichkeit wie die Presse, weitere Gäste wie Anwälte, Vertreter der Schulen und andere Fellows begrüßt, die kurz vor Beginn des Finales eintrafen. 15 Minuten später nahmen die VertreterInnen der beiden SchülerInnengruppen ihre Plätze ein. Es wurde mit den Eingangsstatements begonnen die zwei Minuten dauerten. Kübra Kilic und Selen Sahan hielten für unser Team die Statements. Direkt im Anschluss fand die 20 minütige Freie Aussprache statt, die für unser Team Radjida Djeri-Filandi Zakari, Mohamed Gharib und Süleyman Gül gestaltet haben. Nach der Freien Aussprache hatten beide Teams wieder Zeit sich 20 Minuten in den eige-nen Konferenzräumen über die Abschlussstatements zu beraten. Jedes Argument der Gegenseite wurde dabei beleuchtet und bewertet um herauszufinden wie unser Abschlussstatement begründet werden sollte. Nach der Beratungszeit hielten Yaren Demirhan und Adelina Kalanderi mit Bravur unser zweiminütiges Abschlussstatement. Die Würfel waren gefallen und die Entscheidung lag nun bei der Jury, welche Gruppe das Finale gewinnen würde.


 

15:45 Uhr Bekanntgabe des Ergebnisses und Preisverleihung

Mit hoher Spannung erwarteten alle Gäste und TeilnehmerInnen das Ergebnis der Jury. Alle haben gespürt, dass es ein Kopf an Kopf rennen werden würde, wer gewinnt. Es fanden auch Diskussionen zwischen den FinalistInnen der beiden Gruppen statt, die natürlich sich jeweils knapp im Vorteil sahen. Dann war es soweit. Die Jury hat ihr Urteil gefällt und Dr. Habeck gab das Ergebnis mit Begründung bekannt. Dr. Habeck lobte zuvor den großartigen Einsatz der SchülerInnen und bedankte sich für eine facettenreiche, spannende und lehrreiche Diskussion, die wiederum eine klare Entscheidung sehr schwer machte. Beide Gruppen waren argumentativ und sprachlich sehr stark. Die sehr kleinen Unterschiede der Gruppen lagen darin, dass unsere SchülerInnen ein paar mehr Argumente hatten und die Kölner Schüler während der Freien Aussprache sich bei der Argumentation mehr abgewechselt haben. Wer hat aber nun den ersten und wer den zweiten Platz belegt, die mit 1400 € und 1000 € dotiert waren? Die Debatte wurde nach vorgegebenen Bewertungskriterien beurteilt, die keinen klaren Gewinner hervorgebracht haben. Somit gab die Jury bekannt, dass beide Gruppen sich den ersten Platz und das Preisgeld teilen. 


16:00 Uhr Verabschiedung der Schüler und Teilnehmer

Nach einem erfolgreichen Finale mit einer Überraschung der Jury wurden Pressefotos mit den beiden Gruppen gemacht. Zusätzlich zum Preisgeld hat jede TeilnehmerIn ein Zertifikat über die Teilnahme der Veranstaltung erhalten. Unser Team hat sich nach der offiziellen Verabschiedung mit unseren Anwälten im Konferenzraum getroffen um das Finale zu reflektieren. Unser Team fand einstimmig, dass das Finale ein großer Erfolg war. Frau Sadowski, Herr Schönknecht und Herr Mielke bedankten sich bei der Klasse für ihr hohes Engagement sowie Interesse und hatten während der Zeit sehr viel Spaß bei der Vorbereitung und konnten zudem eine Menge mit und von den SchülerInnen lernen. Nach der inoffiziellen Verabschiedung ging es dann wieder Richtung Duisburg wo alle TeilnehmerInnen am Hauptbahnhof in ihren wohlverdienten Feierabend entlassen wurden.


Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Ausgewählte Tagebucheinträge von Projektteilnehmern


„Ich habe das, was ich hier gesehen habe, total unterschätzt. Wie konnte so etwas nur passieren?“


„Diese Fahrt war die emotionalste Reise meines Lebens. Jeder sollte die Chance bekommen, die authentischen Orte des Grauens selbst zu sehen.“


„Auschwitz ist sehr traurig.“


In  Schuljahr 2014/2015 haben sich besonders engagierte Schülerinnen und Schüler – im Rahmen der freiwilligen „Antirassismus AG“ – mit dem Thema Nationalsozialismus intensiv auseinandergesetzt und im Mai 2015 an der Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz (Polen) teilgenommen. Während der viertägigen Bildungsreise haben die Schülerinnen und Schüler die Stadt Auschwitz erkundet, die beiden Konzentrationslager und eine Synagoge besucht. 

An den Tagebucheinträgen der Jugendlichen  – die sie für die Projektarbeit zur Verfügung gestellt haben – erkennt man , dass die Gedenkstättenfahrt sie besonders geprägt und ihnen klar gemacht hat, wohin Intoleranz, Rassismus, Ausgrenzung und Diktatur führen können. 

Auf die abschließende Frage, ob so eine Diktatur wieder vorkommen könne, gab eine Schülerin am letzten Tag der Gedenkstättenfahrt folgende Antwort: „Ob ich glaube, dass so etwas wieder passen kann? Ja, kann es. Wir müssen aus der Geschichte lernen, daraus Konsequenzen ziehen und aktiv werden. Wir müssen gemeinsam für die Demokratie und ein menschenwürdiges, friedliches Miteinander kämpfen. Deshalb haben wir die Verantwortung, stets an die Menschheitsverbrechen der Nazis zu erinnern (...)“.


Die Antirassismus-AG bedankt sich herzlich bei der Stiftung „Erinnern ermöglichen“ und ThyssenKrupp Steel, die diese Bildungsreise finanziell unterstützt haben. 


Schülerinnen und Schüler der Antirassismus AG: Sidan Armac, Cenk Incesu, Dilsa Cubuklu, Narthiga Naguleswaran, Gökcen Sürekli, Sevgi Yüksel, Burak, Etirli, Ergin Güldali, Kazim Saritas, Aleyna Üstün, Gizem Yildirim, Irem Günddogdu, Hilal Köylü Nora Perzewski und Katharina Ludwig.


AG-Leitung: Herr Gülmez und Herr Seckin    Unterstützung: Frau Bittel 



Abiturienta 2015

Wir gratulieren allen unseren Abiturientinnen und Abiturienten zum erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn!

 

Alina Eveline Ackermann, Arbnor Aliaj, Salih Aytan, Tobias Thomas Baumann, Ahmet Emre Berber, Kushtrim Berisha, Jasmin Katharina Bickelmann, Dilara Bogazkaya, Marie Bogdanis, Carina-Laureen Busch, Hüseyin Coktas, Zümrüt Degirmenci, Denis Dektyarov, Arif Delibas, Dilan Dogan, Max Ehlers, Seyma Eris, Rüchan Ender Ertürk, Heiko Marcel Esser, Pascal Frank, Sarah Fricke, Sevval Gör, Berivan Güneri, Pinar Halavurt, Enes Halaza, Andreas Helmgens, Aykut Isik, Eda Karabulut, Baris Karadogan, Yasin Kavuk, Jennifer Kawka, Ridvan Kilicaslan, Vildan Kilicaslan, Marcus Peter Gustav Klenczan, Chantal Kolasinski, Vivien Koller, Alexander Kura, Julia Liebau, Sascha Lotterstedt, Laura Müntjes, Fatima Isabel Ngingi Pinto, Oguzhan Öngider, Songül Önlü, Vladislav Oriscin, Deniz Özdemir, Selen Özdemir, Leander Quirin Özgen, Ekrem Özkilic, Kübra Özmen, Aylin Özünel, Marvin Ranisch, Rebecca Raudies, Serhan-Mehmet Sahan, Ercüment Sarigül, Monika Schepan, Saskia Schick, Ilja Schönhalz, Danny Schrörs, Farina Lisa Mercedes Schulik, Emre Senel, Thinojan Sritharan, Lina Steinborn, Sutharsan Suseelan, Christin Isabelle Thomas, Sergej Timafeeff, Marcel  von der Warth, Malte Wolbring, Nico Wollschläger, Simge Yapmis, Faik Yasar, Elanur Yigit, Linda Zagorski, Nicole Zelena, Melda Zeqiri



Abschlussfeier des 10. Jahrgangs 

Am Freitag, dem 12.06.2015, fand in Forum unserer Schule die alljährliche Abschlussfeier der zehnten Klassen statt. 

Insgesamt konnten 171 Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs ihre Abschlüsse feiern. Die Bilder der Diashow können hier heruntergeladen werden. Das Passwort kann über das Sekretariat der Schule erfragt werden.


Unsere Preisträgerin des Rotary-Preises 2015 "Außergewöhnliche Potenziale"

Elisabetha (Lisa) Gold, geboren am 13.05.1998 in Arad / Israel, besucht die G.-W.-Leibniz-Gesamtschule seit dem 04.11.2013. Sie hat einen ukrainisch-russischen Familienhintergrund und ihre Muttersprachen sind Hebräisch und Russisch. Seit der ersten Klasse in ihrem Heimatland Israel hat sie auch Englischunterricht. Deutsch lernt sie erst seit ihrem Aufenthalt in Deutschland.

An der Leibniz -Gesamtschule besuchte sie vom 04.11.2013 bis zum Ende des Schuljahres 2013/2014 die Seiteneinsteigerklasse 9VA (Anfänger). Mit Beginn des laufenden Schuljahres wechselte sie in die Seiteneinsteigerklasse 9VF (Fortgeschrittene). Zum 02.12.2014 konnte sie schließlich in eine Regelklasse des 9. Jahrgangs im Profil II wechseln. Ziel ist dort, die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe zu erwerben.

Lisa ist vielen Dingen gegenüber aufgeschlossen, zeigt eine außergewöhnlich hohe Arbeitsbereitschaft, arbeitet zielstrebig, diszipliniert und selbstständig. Sie lernt systematisch und strukturiert und hat daher sehr schnelle sprachliche Fortschritte im Deutschen gemacht. Dazu gehört auch, dass sie in ihrer Freizeit zur Vertiefung ihrer Sprachkenntnisse deutsche Bücher liest. Überdurchschnittlich gute Leistungen zeigt sie im Fach Mathematik. 

Lisa hat einen starken Integrationswillen und sieht ihre Zukunft in Deutschland. Sie möchte das Abitur ablegen. Neben ihrer schulischen Arbeit engagiert sich Lisa auch in ihrer Freizeit. So unterrichtet sie in der jüdischen Gemeinde Oberhausen Kinder in Gymnastik und Tanz. Außerdem unterstützt sie dort Kinder und Jugendliche beim Erlernen der hebräischen Sprache. Darüber hinaus beteiligt sie sich aktiv bei Festen und Darbietungen am Gemeindeleben. Auch innerhalb der Schule zeigt sie soziales Engagement. Sie hilft mit großer Hilfsbereitschaft ihren Mitschülern in der Regelklasse mit sichtbarem Erfolg im Fach Mathematik. Sie hat sich sehr gut in die Regelklasse integriert.

Lisa lebt mit ihrer Mutter, ihrer jüngeren Schwester und ihrer Großmutter in Duisburg. Ihr Vater lebt in Israel. Aufgrund einer angespannten finanziellen Situation hat Lisa sich das notwendige Geld für die Kosten der Englandfahrt zu Beginn der 10. Klasse eigenständig verdienen müssen.

 


Kennenlernnachmittag für unsere neuen 5er am 28.05.2015

Am 28. Mai hatten unsere neuen 5er die Möglichkeit ihre neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie die neuen Klassenkameraden kennenzulernen. Nach der Begrüßung durch Herrn Hußmann gab es erste Eindrücke aus unserem neuen Schulmusical „Das geheime Leben der Piraten“. Wir freuen uns schon auf die große Aufführung im Dezember. Während die Eltern sich nach der Information in der Aula in der Mensa zum Kaffee trafen, begaben sich die Klassen in ihre neuen Klassenräume, um sich näher zu kommen. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer freuten sich, dass die Neuen so nett und fröhlich waren.



Debate it! 2015 – Mit Anwälten Debattieren lernen

Seit März 2015 bereitet sich die Klasse 9A für den Debattierwettbewerb Debate it! 2015 vor, der von dem Düsseldorfer Standort der Anwaltskanzlei Hogan Lovells gesponsert und in Kooperation mit dem Regionalbüro Nordrhein-Westfalen von Teach First Deutschland veranstaltet wird.


Die SchülerInnen der Klasse 9A unserer Schule treten dabei gegen eine Gruppe von 16 Schülern der Elly-Heuss-Knapp Realschule aus Köln an. Durch dieses Projekt werden rund 50 SchülerInnen erreicht. Die Klasse 9A trainiert zusammen mit den beiden Anwälten Frau Sadowski und Herrn Schönknecht der Kanzlei sowie Teach First Deutschland Fellow Carsten Mielke in regelmäßigen Abständen das Diskutieren und Debattieren. Ziel des Projektes ist die Förderung der Sprach- und Diskussionskultur. Die SchülerInnen üben ihre sprachlichen Kompetenzen und setzten sich dabei kritisch mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander. 


Beim Training erlernen die SchülerInnen das Vorbereiten der Argumente, das Aufbereiten und recherchieren von Hintergrundwissen über das ausgewählte Thema sowie das Diskutieren und Argumentieren (verbal und non-verbal). Der Höhepunkt ist ein Debattier-Wettbewerb, der am Düsseldorfer Standort von Hogan Lovells am 11. Juni 2015 im 21. Stock des Düsseldorfer Sky Tower stattfinden wird. Das Siegerteam wird mit einem attraktiven Preis belohnt und alle TeilnehmerInnen erhalten ein Teilnahmezertifikat. 



Schülerinnen und Schüler erreichen den 1. und 2. Platz bei der Marktrallye von EDEKA

Am 19. März 2015 hat die Leibniz-Gesamtschule mit 9 Schülerinnen und Schülern an einer Marktrallye bei EDEKA Luft in Duisburg-Walsum teilgenommen. Die Leibniz-Gesamtschule wurde von Musa Aytaskin, Mert Can Dogan, Esin Duman, Merve Güvenc, Betül Kaya, Zeynep Mistak, Mirela Nuradinovic, Yelda Özmen und Furkan Topcu vertreten.


Während der Martrallye traten Gruppen von unterschiedlichen Schulen gegeneinander an und lösten an verschiedenen Stationen Aufgaben aus ausbildungsrelevanten Bereichen. Durch den Dialog mit gleichaltrigen Auszubildenden und die Bewältigung praxisorientierter Aufgaben konnten die SchülerInnen auch einen Einblick hinter die Kulissen erhalten.


Unsere Teams erzielten am Ende den 1. und 2. Platz. Bei der offiziellen Preisverleihung am 11. Mai 2015 können wegen anstehender Kursarbeiten nur Mert Can Dogan, Musa Aytaskin und Yelda Özmen anwesend sein, die von Frau Schmidt und Herrn Feddermann begleitet werden. Neben der erfreulichen Teilnahme an der Marktrallye hat EDEKA auch einer Schülerin unserer Schule einen Ausbildungsplatz ab dem 1. August 2015 in Aussicht gestellt. Die Schülerin hat nach einem Probearbeiten bei EDEKA überzeugt und kann dort im August eine Ausbildung beginnen.


Upcycling-Workshop in Köln

Vom 27.-28. November 2014 hat die Klasse 9.VF an einem Upcycling-Workshop in Köln-Ehrenfeld vom gemeinnützigen Verein Stadt Land Welt teilgenommen und sich über die Möglichkeiten des Upcyclings informiert. 

Beim Upcycling werden vermeintliche Abfallprodukte in neuwertige Produkte umgewandelt. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material senkt den Verbrauch von Rohmaterial und reduziert u.a. den CO2-Ausstoß. Im Gegensatz zum Recycling werden die Materialien nicht nur einfach wiederverwendet, sondern aufgewertet.Die SchülerInnen haben sich nicht nur informiert, sondern selber Material upgecycelt. Sie haben aus altem Bauholz, Einweg- und alten Europaletten neue Möbel als Prototypen für den an unserer Schule neu entstehenden Ökologisch Multifunktionalen Lehr- und LernGarten (ÖMLLG) gebaut. 

 

Bevor es mit dem Bauen losging, mussten die Möbelstücke am ersten Tag auf dem Zeichenbrett designet werden. Inspiration holten sich die SchülerInnen im Kölner Gartenbahnhof. Das offene Gartenprojekt besteht nur aus upgecyceltem Material und bietet vom Sessel über Blumenkübel bis zum Gartenhäuschen eine Menge Anreize für die eigene Kreativität.

Am zweiten Tag wurden die skizzierten Möbel von den Schülerinnen und Schülern unter professioneller Anleitung der Seminarleitung sowie von der Begleitung Samira Jansen (Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr) und Carsten Mielke (Fellow-Teach First Deutschland) an der frischen Luft im Gartenbahnhof gebaut. Zuerst musste das verwendete Material von alten Nägeln befreit, gemessen und zurechtgesägt werden, bevor es zu den fertigen Möbeln zusammengesetzt werden konnte. Nach einer Mittagspause mit Leckerem vom Grill wurden in Kleingruppen ein Tisch, ein Sessel sowie eine Bank bis zum Ende des Seminars fertiggestellt.


Mehr als Honig – Die Bienenforscher starten durch

Die Insektenforscher der Leibniz-Gesamtschule heißen jetzt Die Bienenforscher. Nach einem Besuch am Bienenstand des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Duisburg-Marxloh im September 2014 bekamen die Schülerinnen und Schüler der Insektenforscher-AG richtig Lust, sich intensiver mit Bienen und ihrer Bedeutung für das Ökosystem zu beschäftigen.


Die fünfzehn Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse waren von den Bienen so sehr begeistert, dass die AG-Leitung Frau Jerzina (Biologielehrerin) und Herrn Mielke (Teach First Deutschland-Fellow) beschlossen, im 2. Schulhalbjahr 2014/2015 eine eigenständige Bienenforscher-AG an der Leibniz-Gesamtschule anzubieten. 

Mit dem Beginn des 2. Halbjahrs wurde die Insektenforscher-AG in Mehr als Honig – Die Bienenforscher unbenannt. Das Konzept der AG sieht einerseits vor, dass die fünfzehn SchülerInnen unter Anleitung in drei Kleingruppen selbstständig ein Bienenvolk durch die Saison betreuen. Anderseits werden auch kleinere Verhaltensexperimente mit den Bienen gemacht. Zudem werden die SchülerInnen soweit geschult und vorbereitet, dass sie eigenständig kleinere Führungen an dem schuleigenen Bienenstand durchführen. Auch eine kleine Ausstellung wird von ihnen gestaltet um andere Schüler auf das Thema Bienen und ihrer Bedeutung für das Ökosystem aufmerksam zu machen. 

Die SchülerInnen erlernen momentan den richtigen Umgang mit dem Arbeitswerkzeug eines Imkers bzw. einer Imkerin, wie z.B. dem Smoker oder Stockmeißel in Trockenübungen an einer leeren Beute (Bienenwohnung). Die Bienen selbst erhält die AG erst in den Osterferien, so dass nach den Ferien die Bienenforscher gleich durchstarten können. 


Kaum abwarten können die SchülerInnen jetzt schon das Ende der Trachtzeit im Juli/August. Dann kann der eigene Leibniz-Honig geerntet, probiert und auch verkauft werden. 


Besuch der Oper 'Ronja Räubertochter'

Ein Bericht von Jil Müller

Foto von Hans Jörg Michel
Foto von Hans Jörg Michel

Die Musik von Jörn Arnecke hat gut zu den verschiedenen Situationen gepasst. Es wurde sehr gefühlvoll gespielt, mal leise, mal laut und man hat durch die Musik die Gefühle der Personen besser verstanden. 


Ich glaube, die Sänger bzw. Schauspieler haben lange dafür geübt, die hohen Töne zu treffen, wie auch in der italienischen Oper. Doch leider waren die gestelzte Sprache und der Gesang sehr undeutlich. 


Die Bühne war fantastisch und schön, sie konnte sich auch auf und ab bewegen. Ab und zu wirkte es zwar verwirrend, doch es war toll das Burginnere und die Waldlandschaft zu sehen, besonders weil man alle vier Jahreszeiten im Wald spielen konnte. 


Die Kostüme waren wunderschön. Am besten haben mir die Rumpelwichte und die Wilddrude gefallen. Sehr gut fand ich auch die Kostüme der Hauptrollen: dazu gehörte Glatzen-Per, den Stefan Wilkening gespielt hat, Ronja, die Maria Kataeva gespielt hat und Birk, den Heidi Elisabeth Meier gespielt hat. Schade fand ich aber, dass Birk von einer Frau gespielt wurde. 


Schade fand ich auch, dass viele Details ausgelassen wurden. Beispielsweise war Ronja Räubertochter ein Baby und plötzlich ein Teenager – das war verwirrend. Gut fand ich, dass das Stück nicht verändert wurde, sondern so wie im Buch gespielt wurde.

 

 

Ein Bericht von Loreen Strauß

Foto von Hans Jörg Michel
Foto von Hans Jörg Michel

Die Aufführung war eine äußerst exzellente Darstellung von Ronja Räubertochter. Die meisten Szenen wurden allerdings ausgeschlossen, was ich nicht so gut fand. Viele Schüler haben in der Szene als Glatzen-Per gestorben ist, Gefühle gezeigt. In Szenen, in denen der Ausdruck „Hosenschisser“ oder der Satz „Scher dich zum Donnerdrummel“ immer wiederholt wurde, lachten viele Schüler mit. Nach der Pause trat allerdings etwas Langeweile auf. Am besten haben mir die Stellen ganz am Anfang und ganz am Ende gefallen. Das Ende war traurig, aber auch gut, weil die früheren Gegner Borka und Mattis wieder Freunde wurden. Ich fand die Szene deshalb so gut, weil sie der Geschichte erst den richtigen Sinn gibt, denn eine gute Geschichte braucht ein Happy End. 



Geschichtsunterricht einmal anders

Schüler und Lehrkräfte lauschen gebannt dem Vortrag von Dietrich Garstka
Schüler und Lehrkräfte lauschen gebannt dem Vortrag von Dietrich Garstka
Dietrich Garstka im Gespräch mit Schülern
Dietrich Garstka im Gespräch mit Schülern

Der Zeitzeuge Dietrich Garstka berichtet in der Aula der Leibniz-Gesamtschule über die DDR-Diktatur und seine Flucht 1956

Am 27.2.15 lauschten ca.50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 gebannt dem Zeitzeugen Dietrich Garstka, der über die Flucht seiner gesamten Abiturklasse aus der DDR im Jahre 1956 berichtete.

Er war der erste von 16 Schülern der 12. Klasse der Kurt-Steffelbauer-Oberschule in Storkow, die in den Westen flohen. Mit Schweigeminuten hatten sie sich mit dem Arbeiteraufstand gegen die kommunistische Herrschaft in Ungarn solidarisiert, so machten sie sich in den Augen der Staatsmacht als Staatsfeinde verdächtig.

Es ist Montag, der 29. Oktober 1956. Seit sechs Tagen befindet sich Ungarn im Aufstand. Der Sender RIAS in West-Berlin berichtet darüber rund um die Uhr. Ihm lauscht gebannt auch der 17-jährige Dietrich Garstka, ein politisch hoch interessierter Jugendlicher. "Wir standen zu viert in der Klasse, als jemand zu uns kam und sagte: ‚Der RIAS ruft zu Schweigeminuten für die Opfer des Aufstands auf.‘ Da sagte ich: Das machen wir auch!" In den ersten fünf Minuten des Unterrichts, der um 10 Uhr begann, schweigt die Klasse: 15 Jungen, 5 Mädchen. Ein Tag später geht das Gerücht um, Fußball-Idol Ferenc Puskas sei im Kampf gegen die Rote Armee gefallen. Die Klasse schweigt eine Minute zu Beginn der Mathe-Stunde. "Wir wussten, was wir taten: eine politische Demonstration", sagt Garstka. Dann fügt er hinzu: "Aber wir waren uns der Konsequenzen nicht bewusst. Wir dachten: Wir haben doch nur nichts gesagt."

Mit einer scheinbar kleinen Geste hatten sie eine massive Reaktion des Staates provoziert, der sich in seinen Grundfesten bedroht sah. Nachdem die verschworene Klassengemeinschaft sich geweigert hatte, gegenüber der Schulleitung die vermeintlichen Rädelsführer des Protests bekannt zu geben, erschien sogar der damalige Volksbildungsminister in der Schule und verkündete unter Gewaltandrohung, dass die Schüler vom Abitur ausgeschlossen würden.

Herr Garstka berichtete anschaulich von Verhören, den Bespitzelungen und Drangsalierungen des Systems. Diese Erfahrungen und die zunehmend als Lügen empfundenen Aussagen der Parteipropaganda ließen in den Jugendlichen den Entschluss reifen, dem sozialistischen Staat den Rücken zuzuwenden. Als das Volksbildungsministerium nun tatsächlich damit drohte, die gesamte Klasse vom Abitur auszuschließen, wenn der „Rädelsführer“ nicht verraten würde, und er selbst in Verdacht geriet, war Herr Garstka der erste der Klasse, der kurz vor Weihnachten 1956 über Ostberlin in den Westen floh. 16 seiner Mitschüler und eine Mitschülerin folgten ihm in den folgenden Wochen.

Der 1939 geborene Herr Garstka erzählte diese Erlebnisse des Jahres 1956 derart lebhaft und detailreich, dass die Zuhörenden den Eindruck bekamen, dies sei ihm erst vor Kurzem wiederfahren. Vor allem die Vielzahl seiner persönlichen Eindrücke und seine Erfahrungen mit der Staatsmacht gaben den Schülerinnen und Schülern einen besonderen Einblick in das Leben in der Diktatur: das, was in den Schulbüchern abstrakt beschrieben ist, wurde anschaulich.

Herr Garstka selbst zeigte sich sehr beeindruckt von der guten Vorbereitung und von den interessierten Nachfragen der Schülerinnen und Schüler.

Eine äußerst lehrreiche Geschichtsstunde über die Ungerechtigkeiten und Unfreiheiten in einer Diktatur, aber auch darüber, wie wertvoll Solidarität, Zusammenhalt, Mut und Freiheit sind.