Einem ausgewogenen Tagesrhythmus folgen und Arbeit sinnvoll planen

Durch das neue Stundenraster gehen die Schüler konzentriert und doch entspannt durch den Tag.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern einen verlässlichen, klar gegliederten und ausgewogenen Tagesrhythmus an. Dabei achten wir auf die Balance zwischen Anspannung und Entspannung, von Lernen und Bewegung. In unserem Stundenraster sind zwei große Unterbrechungen des Lernens vorgesehen, die Bewegungspause und die Mittagsfreizeit, welche den Schultag in drei in etwa gleich große Blöcke teilen. Diese Erholungsphasen sorgen dafür, dass Stress abgebaut wird und die Batterien wieder aufgeladen werden. Wesentlicher Bestandteil der Tagesstruktur ist auch der Offene Anfang mit der Möglichkeit zum Frühstücken und zum Austausch.


Wir sind davon überzeugt, dass ein fester Tagesrhythmus und die Ritualisierung von Arbeitsabläufen beim Lernen ungemein helfen. So gewinnen die Schülerinnen und Schüler Sicherheit und Orientierung. Körper und Geist gewöhnen sich an den Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen und stellen sich darauf ein.


Da man am besten man immer zur gleichen Zeit und am gleichen Ort arbeitet, finden die Lernzeiten auch immer zur gleichen Zeit im Klassenraum statt und folgen einem geregelten Muster, das von den Lerngruppen festgelegt wird.


Unser neues Stundenraster enthält deutlich mehr Doppelstunden als bisher.


Doppelstunden eröffnen mehr Zeit zum Lernen, da der Aufwand für Tätigkeiten wie Begrüßung, Feststellung der Fehlenden, Auspacken der Materialien usw. im Vergleich zu Einzelstunden halbiert wird. Da durch die Wochenaufgaben die regelmäßige Hausaufgabenkontrolle zu Beginn jeder Stunde entfällt, kann zügig mit dem Unterricht begonnen werden.


Doppelstunden machen es so möglich, selbstständigem Arbeiten und der Kooperation mit den Mitschülern größeren Raum zu geben und damit letztlich zur Entwicklung der Persönlichkeit beizutragen. Sie fördern (und fordern) Methodenvielfalt bei der Gestaltung des Unterrichts (offene Arbeitsformen, Experimentalunterricht, Gruppenarbeit usw.). Dabei hat der Lehrer mehr Möglichkeiten, auf den einzelnen Schüler einzugehen, sich mit individuellen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen, unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten zu berücksichtigen und so die Entwicklung persönlicher Stärken zu fördern.


In die 90-Minuten-Einheiten sollen auch schriftliche Arbeitsphasen integriert werden, die einen Teil der Hausaufgaben ersetzen.


Wir erwarten. dass es im Schulgebäude durch die höhere Zahl Doppelstunden deutlich ruhiger wird; die Hektik des Raumwechsels in der bisherigen 5-Minuten-Pause – ein Stressfaktor für Lehrer und Schüler – wird verringert und eine gelassene Unterrichtsatmosphäre mit mehr Ruhe und Konzentration erreicht.


Für unsere Schülerinnen und Schüler ergibt sich aus dem neuen Stundenraster, dass sie sich an einem Schultag in weniger unterschiedliche Fächer ‚hineindenken’ müssen als bisher. Außerdem werden die Schultaschen leichter.


Doppelstunden bedeuten aber auch eine Herausforderung für die Schüler. Denn dadurch, dass ein Fach an weniger Tagen pro Woche unterrichtet wird, werden Anforderungen an mehr Selbstständigkeit gestellt; langfristiges, nachhaltiges Lernen und Eigenverantwortung bei der Nach- und Vorbereitung des Unterrichts sind gefragt.


Es wird wichtiger, sich die Arbeit einzuteilen und zu planen, in welcher Lernzeit man welchen Teil der Wochenaufgaben erledigt. Ein wesentliches Hilfsmittel dabei ist der Schulplaner. Aber natürlich steht auch der Lernzeiten-Lehrer zur Unterstützung bereit.


Eben: Gemeinsam zur Selbstständigkeit.